Freitag, Mai 18, 2012

Kiew packt es an.

Die Wochenzeitschrift Newsweek publiziert in der neuesten Ausgabe ein Gespräch mit dem Mann, dem Polen und die Ukraine das Austragungsrecht der Fußball-EM 2012 zu verdanken haben.

Der ukrainische Millionär Grigorij Surkis ist Politiker und Vorsitzender des ukrainischen Fußballverbandes. Obwohl den beiden Ländern vor zwei Jahren die EM 2012 zugesichert wurde, müssten Polen und die Ukraine ständig beweisen, dass sie einer großen, internationalen Veranstaltung würdig seien, beschwert sich Jurkis bei den Journalisten. Die ukrainische Seite hätte die anfänglichen Verspätungen bei den Vorbereitungsarbeiten bereits aufgeholt, versicherte der Politiker.

Polens Vorbereitungen würden oftmals besser beurteilt als die der Ukraine. Doch Polen sei ein Mitglied der Europäischen Union, das mache die Sache leichter. Das Land habe große finanzielle Unterstützung von der Seite der Union bekommen, mit der die Ukraine hingegen nicht rechnen konnte. Selbstverständlich verstärken auch die politischen Streitereien in Kiew das negative Image der Ukraine im Ausland. Deshalb hänge die Zukunft der Ukraine in den nächsten Jahrzehnten davon ab, wie die EM durchgeführt und im Ausland beurteilt werde, so Grigorij Surkis.

Er bedauere es, dass, als es in der Ukraine Probleme gab, die schärfste Kritik aus dem Nachbarland Polen kam. Erstens laufe auch in Polen nicht alles perfekt und zweitens bildeten die beiden Länder doch ein Team!

Quelle: Newsweek – Polska