Freitag, Mai 18, 2012

Lato sorgt für Wirbel.

Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt als Präsident des polnischen Fußballverbandes PZPN hat Grzegorz Lato Deutschland als potenziellen Ersatz-Co-Gastgeber der EM 2012 ins Spiel gebracht  und sofort für politischen Wirbel gesorgt. Latos unterlegener Rivale Zbigniew Boniek kritisierte die Äußerung als “schrecklichen politischen Fehler”. Als PZPN-Präsident sollte sich Lato nicht schon jetzt einen anderen Partner suchen, so Boniek. Lato ruderte inzwischen zurück.

Grzegorz Lato, Präsident des polnischen Fußballverbandes PZPN hat eine Zusammenarbeit mit Deutschland bei der Ausrichtung der Europameisterschaft 2012 nicht grundsätzlich ausgeschlossen, falls der Ukraine die Co-Ausrichter die Gastgeberrolle entzogen werden sollte. Später revidierte er seine Aussage dahingehend, dass Polen das Problem im Notfall auch allein in den Griff bekäme. Die Reservestadien in Krakau und Chorzow würden rechtzeitig fertiggestellt werden.

Der Vize-Parlamentspräsident Grzegorz Putra griff Lato ebenfalls an. “Statt wie ein erfahrener Profi habe sich Lato wie ein Amateur geäußert”, sagte Putra dem polnischen Rundunk.

Als Verbandschef soll Lato den angeschlagenen PZPN aus der tiefen Krise führen. Der polnische Fußball leidet seit Jahren unter Korruption, Gewalt in den Stadien sowie Finanzaffären. Dies abzuschaffen sowie die Vorbereitungen auf die Euro 2012 gehören in den nächsten vier Jahren zu seinen wichtigsten Aufgaben.

Kicker-Online


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